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Meniskusschaden und Läuferknie: Risiken beim Joggen

Der Meniskusschaden ist nicht, woran man beim Laufen als Volkssport Nummer eins denkt. Laut einer vom Bundeswirtschaftsministerium 2011/2012 in Auftrag gegebenen Studie gehen etwa 13 Prozent aller Deutschen gelegentlich bis regelmäßig joggen. Daher sieht man auch wo man geht und steht Läufer jeden Alters, ob früh am Morgen oder spät abends, mit Hund an der Seite oder Kopfhörern im Ohr, durch Parks und ruhige Wohngegenden laufen. Darüber hinaus verzeichnen diverse Laufsport-Veranstaltungen jedes Jahr Rekord-Teilnehmerzahlen.

Bild: psdesign1 - Fotolia.com

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Wer diesen Sport betreibt, hält seinen Körper fit und tut zugleich seiner Seele etwas Gutes, da die Bewegung an der frischen Luft nicht nur gesund ist, sondern auch harmonisierend wirkt. Doch die Kehrseite der Medaille sind schmerzhafte Laufbeschwerden - dazu zählen in erster Linie das sogenannte Läuferknie und der Meniskusschaden, auch Joggermeniskus genannt.

Die Ursache für das Läuferknie ist meist Überbeanspruchung der Sehnenplatte an der Außenseite des Oberschenkels, die vom Schienbein über Muskelstränge bis zum Becken reicht. Beim Joggen kann diese Sehnenplatte am äußeren Vorsprung des Oberschenkelknochens reiben, was beim wiederholten Beugen und Strecken zu Reizungen und letztlich zum Läuferknie führt. Dabei können sich auch die Haut am Oberschenkelknochen und der Schleimbeutel im Knie entzünden, was die Beschwerden verstärkt.
Das Leiden macht sich meist durch einen stechenden Schmerz an der Außenseite des Kniegelenks, hin und wieder auch am Becken, bemerkbar. Er tritt zuerst nur beim Laufen auf, später allerdings auch beim Gehen.


Die Diagnose erfolgt vom Arzt durch Ertasten, meistens ist kein Röntgen notwendig.
Es gilt grundsätzlich: Beim Auftreten des ersten Schmerzes aufhören zu laufen! Danach kann dem weiteren Prozess entgegengewirkt werden, und zwar mit dem Trainieren der Hüft- und Rumpfmuskulatur. Durch eine zusätzliche Dehnung der Muskeln im Bereich des Knochenvorsprungs am Oberschenkelknochen wird außerdem die Reibung vermindert. Medikamentös wird das Läuferknie mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt. Spätestens nach sechs Wochen sollte die Verletzung behoben sein.
Wollen Sportler trotz akuter Beschwerden aktiv bleiben, sollten sie eine Kniegelenkschiene tragen, die entlastet und stützt. Es sollte dabei immer auf Modelle zurückgegriffen werden, die von Arzt oder Apotheker empfohlen wird (also auch auf bekannte Marken wie dieses Modell von Hansaplast zurückgreifen.)

Im Unterschied zum Läuferknie kommt der Joggermeniskus nicht von einer Über-, sondern meist von einer Fehlbelastung, doch auch natürliche Verschleißerscheinungen und Unfälle können zu einer Meniskusverletzung führen.
Bei den Menisken handelt es sich um zwei c-förmige Knorpelscheiben, die sich am äußeren und inneren Rand des Knies befinden und die Aufgabe haben, sich auf das Kniegelenk belastend auswirkende Stöße zu dämpfen. Erfolgt die Krafteinwirkung beim Laufen durch falsche Belastung nun schräg anstatt senkrecht, kann der Meniskusrand dabei zwischen die Gelenkkörper geraten und ein- oder komplett abreißen.


Bemerkbar machten sich der Joggermeniskus durch Schmerzen bei Überstreckung und Belastung der Knie. Manchmal verspürt der Läufer auch eine Art kraftloses Durchsacken, wobei es sogar zu Blockaden im Gelenk und zur Bewegungseinschränkung kommen kann. Häufig treten außerdem Ergüsse und Schwellungen auf, hin und wieder ist auch ein deutliches "Knacksen" im Knie zu hören. Wird die Laufbewegung davon erschwert, sollte das Joggen sofort eingestellt werde.
Die Diagnose erfolgt mittels einer Röntgenuntersuchung, die den Verschleiß im Kniegelenk sichtbar macht. In der Magnetresonanztomografie kann zusätzlich der Meniskusschaden von einem -riss unterschieden werden. Sind die Verletzungen eindeutig festgestellt und auch lokalisiert, erlaubt eine Arthroskopie (Kniespiegelung) einerseits den Blick ins Innere des Kniegelenks, andererseits einen sofortigen therapeutischen Eingriff, falls umgehend nötig.
Sind die Meniskusläsionen nicht schwerwiegend und verursachen keine größeren Beschwerden, reicht es aus, das Bein vorübergehend ruhigzustellen.

Um dem Läuferknie und Joggermeniskus vorzubeugen, sollten Läufer zum Aufwärmen vor dem Start ausgiebig dehnen und stretchen sowie zusätzlich regelmäßig Stabilisations- und Kräftigungsübungen durchführen, damit die Muskulatur nicht einseitig beansprucht wird. Darüber hinaus ist das Tragen qualitativ hochwertiger Laufschuhe anzuraten. Dabei sollte man darauf achten, dass eventuell vorhandene Fehlstellungen mit Einlagen ausgeglichen werden. Übergewichtigen Menschen wird empfohlen, mithilfe einer anderen Sportart abzunehmen, bevor sie mit dem Laufen beginnen, um Kniegelenke und Menisken nicht unnötig zu belasten.


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