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Schweiß ist des Läufer Lohn

Eigentlich ist das Thema eher ekelig, ist Schweiß doch zunächst eine unangenehme Assoziation. Der unsportliche Kollege, der wahrscheinlich seltener duscht riecht danach und der Schweißausbruch beim ersten Rendezvous macht die Panik nicht eben leichter.

Doch sobald wir uns durch Sport hervortun, wird jede Schweißperle geehrt. Ein tropfnasses Laufshirt ist nicht peinlich und selbst Läufer, die den Heimweg in öffentlichen Verkehrsmitteln antreten, schämen sich nicht sondern verströmen ein beißendes: »Ja, Ihr faulen Säcke, ich hatte gerade einen Lauf«. 

Aber wozu schwitzt der Läufer überhaupt? Selbst im Winter perlt dem Jogger der Schweiß von der Stirn, wenn er sich erstmal ein paar Runden warmgelaufen hat. 

Die Muskeln haben ein ähnliches Problem wie d Motor im Auto: Nebenprodukt der erzeugten Kraft ist Wärme. Die ist im Winter zwar ganz schön, aber irgendwann wird es zu viel und dann wird, wie bei Sommerhitze auch, ein Wasserfilm gebildet, der dann beim Verdunsten Kälte erzeugt. Damit regelt der Körper auf den zahlreichen Quadratmetern Haut des Laufenden die Körpertemperatur wieder runter. Leider kann er das nicht so genau dosieren und so rinnt dann mancher Tropfen daneben. 

Interessant ist übrigens, dass man durch regelmäßigen Ausdauersport das Schwitzen quasi erlernt - viele Laufanfänger stellen fest, dass sie nach einigen regelmäßigen Läufen schneller und stärker Schwitzen. 

Das ist meist nichts Beunruhigendes, sondern zeigt, dass diese Schutzfunktion vorher zu selten beansprucht wurde. 


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