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Marathon-Dopingmittel - gefährlich und unfair

Lauftraining mit Kreatin, Koffein und L-Carnithin ist erst der Anfang.

Neben legalen Nahrungsergänzungsmitteln im Laufsport gibt es jede Menge unerlaubter Substanzen zur Steigerung der Laufleistung. Doch abgesehen von den zum Teil erheblichen Gesundheitsriskien - leistungssteigernde Substanzen zerstören auch die selbstbewußte Freude am erreichten Platz im Zieleinlauf.

Natürlich sieht eine gute Zeit beim Marathon vor Kollegen und Freunden gut aus und stärkt im Leistungsdruck beim Firmenlauf vielleicht sogar noch die Position in der Gruppe.

Doch Du wirst immer wissen, dass Du diesen Laufplatz nur erschummelt hast.

Läufer, die nach Dir ins Ziel gekommen sind, sind besser als Du, das wird Dich begleiten. Und das für den Preis von organischen Schäden.

Auch die von manchen Läufern verwendeten Schmerzmittel, deren Einnahme unter Umständen erlaubt sein können haben zum einen kaum Wirkung, können aber zu Blutungen und Absterben von Darmteilen, Nieren etc. führen.

Selbst die oben genannten Nahrungsergänzungsmittel sind fragwürdig - zum einen, weil die Wirkung bestenfalls auf einem Placeboneffekt basiert, zum anderen, weil auch hier die Folgen schwerer sein können.

Selbst der Kaffee ist für Läufer ein unzuverlässiges Hilfsmittel. Zwar ist seit 2004 Koffein kein illegales Dopingmittel mehr, aber auch wenn eine Leistungssteigerung damit möglich ist, ist die Wirkung sehr unterschiedlich und individuell. Zweistellige Grammzahlen des Alltags-Pushers Koffein (ca. 100 Tassen) können sogar tödlich sein.

Kreatin im Lauftraining

Eine Leistungssteigernde Wirkung von Kreatin kann für Läufer offenbar nicht nachgewiesen werden. Stattdessen nimmt der Läufer eher zu und lagert Wasser in den Muskeln ein - keine erwartete Hilfe...

Eigentlich wirkt Kreatin nur sehr kurzfristig und ist eher ein Mittel für Kraftsportler. Ein Drittel der Kreatin-Nutzer reagiert gar nicht auf den Stoff.

Sehr ausführlich (und ablehnend) äußert sich Langläufer Herbert Steffny zu Keratin.

Laufen mit Koffein - Kaffee bis Guarana

Cola: Kleine Mengen zur richtigen Zeit können dem Läufer kurz helfen sein - mehr nicht.
Colaflasche

Vor einigen Jahren konnten mehrere Tassen Kaffee schon den Dopingtest gefährden.

Nun kommen die wenigsten Teilnehmer eines Marathons oder Firmenlaufs in einen Dopingtest - und heute ist Koffein im Laufsport ohnehin legal.

Der Morgenkaffee wird dem Läufer auch kaum schaden, tatsächlich eher ein wenig schwungvoller an den Start bringen.

Hier geht es aber um Koffeineinnahme in größeren Mengen - und die ist dann tatsächlich kaum leistungsfördernd, gefährdet aber Gesundheit (und damit auch das Erreichen des Ziels). Denn Koffein kann sehr wohl ebenfalls Herz und Nieren angreifen.

Wirkstoff im Guarana ist ebenfalls Koffein, es wird nur langsamer abgegeben.