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Laufreisen - Dem Herbstwetter entfliehen

Denken wir an den Herbst, werden wir sehr schnell ein wenig melancholisch und kommen gar auf die Idee, Rilke zu rezitieren. Spätestens dann realisieren wir: Da stimmt was nicht!

 

Und so sitzt der Läufer nach dem Ende des Sommers unter seiner schützenden Leselampe, schaut sorgenvoll durchs von Regentropfen getrübte Fenster ins nebelige Umland und nippt vorsichtig am Rotweinglas. Schließlich ist die große Trainingssaison vorbei, wir machen unsere Muskeln winterfest, da darf’s auch mal ein bisschen Alkohol sein, so argumentieren wir dann. 

 

Halt! Das muss, das darf nicht sein. Wer rastet, wenn es draußen feucht ist, der rostet auch umso schneller. Und wie schwer hat Läufer es dann im Frühjahr, um wieder in Schwung zu kommen? Klar, sehr schwer. 

 

Was sind die Alternativen? Läufer kann sich durch die kalte, nasse Jahreszeit quälen und sich immer wieder sagen: Was mich nicht umbringt, das … und so weiter. 

 

Läufer kann sich aber auch einfach passendes Trainingswetter suchen. In der Karibik zum Beispiel, denn Laufkreuzfahrten boomen. Immer mehr Reiseveranstalter gehen dazu über, spezialisierte Angebote für bestimmte Zielgruppen zu entwerfen. Der Läufer ist eine solche Zielgruppe und kann daher wählen: Straßenläufe, Bergläufe, Strandläufe und sogar Deckläufe unter karibischer Sonne, während die Artgenossen in Deutschland schwanken zwischen Zittern und Bibbern. 

 

Alles gut für den Winter also? Naja, da ist noch die Sache mit dem schlechten Gewissen. Denn Karibik bedeutet meist auch Anreise mit dem Flugzeug und das wiederum ist die klimaschädlichste Reiseform, sagen die Umweltschützer. Da der Läufer kein Umweltignorant sein möchte, kann er sich bei Atmosfair zur Laufreise gleich sein Klimazertifikat dazu kaufen. Dann wird sein Kohlendioxid-Ausstoß an anderer Stelle der Welt wieder neutralisiert. Nun sind wirklich alle glücklich

Von: Hendrik Franz